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Wichtig für die Auslegung einer Fliehkraftkupplung ist die Leistungsübertragung. Anhand der Leistung der Antriebsmaschine und der Betriebsdrehzahl kann das zu übertragende Drehmoment errechnet und die Baugröße der Kupplung festgelegt werden.
Für die große Vielfalt an Antrieben ist eine breite Abstufung der Kupplungstypen und Bauformen verfügbar. Unsere Baugrößen 01 bis 13 decken - je nach Einschalt- und Betriebsdrehzahl - einen Drehmomentbereich bis ca. 2000 Nm ab.
Fett, Öl und Nässe sind von den Reibflächen fernzuhalten, um die Funktion nicht zu beeinträchtigen.
Leistungsfaktor Drehmomentübertragung:
Der Leistungsfaktor Drehmomentübertragung dient als Maß für die Fähigkeit einer Kupplung, die eingebrachte Leistung bei vollständig am Umfang angelegten Fliehgewichten kraftschlüssig als Drehmoment zu übertragen.
Ausgehend von einer nahezu vollständigen Leistungsübertragung einer Kupplung vom Typ W mit dem Leistungsfaktor 1,0 erreicht eine gleich große Kupplung Typ F mit ihrem selbstverstärkenden Effekt eine ca. 2,5-fache Drehmomentübertragung bei gleicher Drehzahl und gleicher Fliehgewichtsmasse. Die asymmetrische Drehzapfen-Kupplung erreicht drehrichtungsabhängig entweder einen Leistungsfaktor von ca. 1,75 oder von ca. 1,25 (andere Richtung).
Einschaltdrehzahl:
Die Einschaltdrehzahl einer Fliehkraftkupplung bezeichnet die Drehzahl, bei der die Rückhaltekraft der eingehängten Zugfedern durch die auf die Masse der Fliehgewichte wirkende Fliehkraft überwunden wird. Die Fliehgewichte drängen nach außen und die Reibbeläge beginnen auf der Innenseite der Kupplungsglocke zu schleifen. Die Übertragung des gesamten Drehmoments wird erst bei der höheren Betriebsdrehzahl erreicht, wenn sich die Fliehgewichte mit den Reibbelägen komplett an die Glocke angelegt haben.
Durch zügiges Durchfahren des Einschaltdrehzahlbereichs kann der Verschleiß der Reibbeläge minimiert werden. Das Einstellen der Einschaltdrehzahl geschieht durch die Wahl unterschiedlich starker Federn, die die Fliehgewichte unterschiedlich lang zurückhalten. Die Einschaltdrehzahl richtet sich nach der Betriebsdrehzahl der Antriebsmaschine und der zu übertragenden Leistung. Da die Leistung einer Fliehkraftkupplung bei steigender Drehzahl ebenfalls ansteigt, ist eine Mindest-Betriebsdrehzahl des Systems erforderlich, die je nach Anwendung bei ca. 600 Umdrehungen beginnt.
Auf Basis des SUCO-spezifischen Know-hows werden die Einschaltdrehzahlen und die dafür benötigten Federkräfte individuell ermittelt. Die Einschaltdrehzahl nE wird dabei so gewählt, dass bei der Betriebsdrehzahl nB ein höheres Drehmoment erreicht wird, als erforderlich ist. Dieser Sicherheitsfaktor schützt die Kupplung vor dem Durchrutschen bei kurzzeitigem Drehzahlabfall.
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